29. März 2008

Langzeitarbeitslosigkeit durch Weiterbildung beenden

Zur Zeit ist eine gute konjunkturelle Entwicklung spürbar. Dies bietet arbeitslosen Menschen Chancen. Besonders wichtig ist, dass Langzeitarbeitslose an dieser Entwicklung teilhaben. Sie sollten in reguläre Arbeit vermittelt werden. Man darf sich jetzt nicht auf dem bisherigen Erfolgen und den anwachsenden BA-Überschüssen ausruhen. Die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit muss aufgebrochen werden, so der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Kampeter MdB.

22,7 Mrd. Euro wurden in 2007 für das Arbeitslosengeld II ausgegeben. Das waren 1,25 Mrd. Euro mehr als geplant. In 2008 werden nur noch 20,9 Mrd. Euro zur Verfügung stehen. Es wird also eine Lücke von mindestens 1,8 Mrd. Euro entstehen. Im schlechtesten Fall sogar 2 bis 3 Mrd. Euro, sollte sich die Konjunktur abschwächen.

Ein interessante Idee: Statt 1 Euro-Jobs sollten die Mittel zur Eingliederung von 6,4 Mrd. Euro in diesem Jahr stärker für Qualifizierung, Weiterbildung und Seminare genutzt werden. In dieser Richtung fehlt aber noch ein starkes Konzept und die sichere Erkenntnis, dass fehlende Qualifizierung an der Langzeitarbeitslosigkeit der Hauptschuldige ist.

13. März 2008

Der Staat spendiert 200 Millionen, aber keiner will es

Schon gewusst? Laut Frankfurter Rundschau unterstützt die Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2002 die Weiterbildung von älteren und gering qualifizierten Beschäftigten und hat dafür insgesamt 200 Millionen Euro reserviert. Dieses viele Geld wird aber von den Betrieben kaum genutzt. Insgesamt wurden davon nur 41 Millionen Euro abgerufen.

Warum ist das so? Der Industrie- und Handelskammertag vermuten in Person von Herrn Knut Dieckmann wohl Unkenntnis der Verantwortlichen, Demotivation der Arbeiter und Auslastung der Betriebe.

Das ist mal wieder typisch deutsch: Helfen wollen, aber die ganze Sache so leise und kompliziert machen, dass die meisten schon beim Versuch die Hilfe zu erhalten im Formalitätendschungel auf der Strecke bleiben. Meiner Meinung nach fehlt es ganz klar an einer zentralen Informationsstelle und der Möglichkeit die Hilfen kinderleicht abzurufen. Das wird in Deutschland aber wohl noch lange ein Traum bleiben.